Selbstgespräch mit Protoplasma von Peter Schattschneider

Sie waren überall. Noch wusste er nicht, ob alle dazugehörten. Bei vielen vermutete er es, bei einigen war er sicher. Hatte sie im Gespräch getestet, wenn er beiläufig das Verschwinden der Terminals erwähnte. Entweder reagierten sie überhaupt nicht, oder sie gaben vor, nicht zu wissen, was er meinte.

In Peter Schattschneiders Kurzgeschichtensammlung wird eine ganz eigene Welt entworfen, die die Figuren und ihre Leser gleichermaßen ihre Realität hinterfragen lässt.

In einer gar nicht mal so fernen Zukunft, in der die Umgebung per Schläfen-Interface durch reines Denken steuerbar ist, verschwimmen die Ebenen merklich. Wer hier eigentlich wen steuert, das ist so ohne Weiteres nicht zu entscheiden.

Die Fragen, die man an die faszinierend-technisierte Umwelt stellt, muss man sich zuletzt auch selbst stellen: Hat man ein Bewusstsein oder ist man nur programmiert, an die eigene Individualität zu glauben? Wie ist menschliche Nähe unter diesen Umständen noch möglich? Was macht das Mensch-Sein aus?

Peter Schattschneider wirft all diese Fragen in seinen so intelligenten wie unterhaltsamen Kurzgeschichten auf, ohne den Leser mit einer zu einfachen Lösung abzuspeisen. Diese spannenden Einblicke in andere Welten lassen einen so schnell nicht wieder los!

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Peter Schattschneider

Peter Schattschneider

Am 7. März 1950 in Wien geboren, zog es Peter Schattschneider schon früh zur Physik, in der er nach dem Studium auch promovierte und habilitierte. Neben seiner Lehrtätigkeit, unter anderem in Frankreich und China, veröffentlichte er mehrere Science-Fiction-Erzählungen sowie einen Roman, "Singularitäten".