Der letzte Brief

Letzte Briefe berühmter Persönlichkeiten, von Lucrezia Borgia bis Byron, von Casanova bis Kleist.

Welche letzten Worte schrieben Maria Stuart, Friedrich der Große, Marie Antoinette und Beethoven vor ihrem Tod?
Ob der Verfasser des Briefes, etwa am Vorabend seiner Hinrichtung, um sein Ende weiß – oder ob er wie Theodor Fontane ahnungslos die Feder eintaucht und nicht weiß, dass der nächste Tag sein Sterbetag sein wird – in beiden Fällen sehen wir eine bewusste oder unbewusste Distanzierung vom Leben.

Plötzlich stehen wir vor fast zweideutigen Worten: „Weiter habe ich nichts zu sagen“, schreibt am Schluss seines letzten Briefes der große Michelangelo, und Fontane schreibt: „Dies ist nun der letzte Brief“ und weiß nicht, dass er, der Verfasser von rund zehntausend Briefen, sich eben zu seinem allerletzten niedergelassen hat.

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Friedrich Reck-Malleczewen

Friedrich Reck-Malleczewen (geboren 1884, gestorben 1945 im KZ Dachau) war ein Schriftsteller und Gegner des Nationalsozialismus. Zu seinem literarischen Werk zählt die kritischen Satire „Bockelson, Geschichte eines Massenwahns“, die den Aufstieg eines Diktators beschreibt. Sein posthum veröffentliches „Tagebuch eines Verzweifelten“ wurde in fünf Sprachen übersetzt und gilt als wichtiges Zeugnis der NS-Zeit.